„Unser Einsatzkonzept hat heute weitestgehend gegriffen“

Zwei Verletzte, 70.000 Euro Sachschaden, mehrere zerstörte Busse: Das ist die Bilanz, nachdem Dynamo Dresden mal wieder auswärts unterwegs war. Schon während dem Spiel fielen die Dresden-Fans unangenehm durch das unnötige Abbrennen von Pyrotechnik auf, nach dem Spiel wurden Park-and-Ride-Busse gestürmt und zum Teil mit Verkehrsschildern beworfen. In ihren Gesichtern: purer Hass. Auf den Lippen, Rufe wie „Scheiß Wessis!“ Und die Polizei schaut zu. Stichwort Deeskalation. Angesichts dieser Schilderungen von Augenzeugen ist es nahezu schon ein Wunder, dass es nur zwei Verletzte gab. 

Nein, wir sind keine Kinder von Traurigkeit. Aber bei uns ist sowas die Ausnahme. Bei Dresden schon bald die Regel.
Nein, ich bin weit entfernt, Fans von einem bestimmten Verein in einen Topf zu werfen. Bei Dresden jedoch zum Beispiel ist es unumstritten, dass besonders hier großes Gewaltpotential herrscht.

Und nach diesen Geschehnissen hält sich mein Mitleid über den Ausschluss Dresdens aus dem DFB-Pokal in Grenzen. Leider. Schade um die vielen (?) friedlichen Anhänger des Vereins.

Die Überschrift ist das Zitat von Einsatzleiter Franz-Josef Brandt. Blanker Spott und Hohn gegenüber den Angegriffen, die heute noch geschockt sind von den Szenen, die sich gestern abspielten. Die Polizei hatte weitestgehend alles im Griff. Die Polizei hatte weitestgehend alles unter Kontrolle.

Der Westkurve wird eine harmlose Wunderkerzen-Aktion verboten. Und gerade hier wird den Gewalttätigen kein Einhalt geboten? Das führt das gesamte Konzept „Sicheres Stadionerlebnis“ ad absurdum. Der DFB kann hier die Verantwortung ganz einfach auf die Polizei schieben, die für den öffentlichen Raum zuständig ist. Der „Schutzeffekt“ für den Zuschauer, um den es angeblich geht, bleibt auf der Strecke.

Es ist ermüdend, sich so oft mit dem Thema Gewalt im Fußball auseinander zu setzen. Egal, ob es von den Medien unnötig hochgepusht wird oder weil man es selbst erlebt. Deshalb fällt der Text hier auch relativ kurz aus. Es nervt einfach nur noch. Der Sport selbst gerät immer mehr in den Hintergrund. Schade.

Ein Gedanke zu „„Unser Einsatzkonzept hat heute weitestgehend gegriffen“

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