Überstunden #4: Deutschland 3:3 Paraguay

Bundesgebolze aufm Betze. Nachdem ich bei der Trauerfeier gegen Kasachstan 2010 schon dabei war sagte ich mir eigentlich, dass ich mir keine Spiele der Nationalmannschaft mehr live anschauen werde. Dennoch hab ich mich ein weiteres Mal breitschlagen lassen und so war ich eben doch einmal mehr dabei. Eigentlich wollte ich gar nichts dazu schreiben, weil nicht wirklich viel hängen blieb – jedoch denke ich mittlerweile, dass das Spiel in der Überstunden-Reihe auf keinen Fall fehlen dürfte.

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Pünktlich zur Öffnung der Tore waren wir am Stadion, sodass wir auch relativ schnell drin waren. Freudig zur Kenntnis nahmen wir, dass es heute auch nicht-alkoholfreies Bier gab. Auch wenn wir heute vom Konsum absahen 🙂

Außerdem gab es an den Ständen das Übliche wie sonst auch (außer Karlsberg – dafür gabs Bitburger). Heißt auch, dass es heute die obligatorische Härting-Speise zu kaufen gab. Großes Plus!

Insgesamt im Stadion ein ungewohntes Bild. So voll hatte ich das Stadion noch nie gesehen. Dadurch dass es keine Stehplätze gibt zogen die Leute in der Westkurve zum Beispiel nicht allesamt in die Mitte, sondern waren auf ihren fest zugeordneten Plätzen. So waren auch die letzten Reihen im Fritz-Walter-Stadion gefüllt. Ein tolles Bild, welches wir hoffentlich nächste Saison öfter sehen werden.

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Vom Drumherum des Spiels haben wir relativ wenig mitbekommen. Ob es überhaupt ein Rahmenprogramm gab weiß ich nicht einmal. Zum Spiel selbst möchte ich an dieser Stelle nicht allzu viel schreiben. Ein bedeutungsloser Testkick, dessen Ergebnis am Ende einfach hingenommen wurde. Auch während des Spiels habe ich persönlich nicht wirklich mitgefiebert, es war eher wie ein Abend unter Kumpels zu Hause auf der Couch und in der Glotze guckt man nebenbei eben noch ein Wenig Fußball. Zur Stimmung brauche ich wohl sowieso nichts zu sagen.

Was mich in der Nachbetrachtung des Spiels in den Medien stört, ist diese negative Berichterstattung wegen des Publikums. Da wird von „den Lautrern“ geschrieben, die Gomez auspfeifen. Ich weiß ja nicht wie es euch und den Herren Medienvertretern gestern ergang, aber ich habe gestern mehr rote und gelbe Trikots mit „M. Götze“, „Reus“ oder „Schweisteiger“ gesehen als rote FCK-Trikots. Zumale Gomez zum Beispiel auch in Mönchengladbach beim letzten Länderspiel dort ausgepfiffen wurde. Zumale man ja noch nicht einmal weiß, ob die Person Gomez ausgepfiffen wurde oder ob die Leute einfach gerne gesehen hätten, dass Klose noch ein Tor schießt. Wobei Klose gestern kein wirklich gutes Spiel machte und in der zweiten Hälfte ohne Treffer ausgewechselt wurde. Ich jedenfalls sehe es nicht ein, dass diese Pfiffe dem „Lautrer Publikum“ zugeordnet werden. Aber was solls, am Ende kommt wieder eine XY-Sportbild-Umfrage zu dem Ergebnis dass die Nationalmannschaft nicht gerne in Kaiserslautern spielt und wir können dann doch ein wenig froh sein, dass es doch noch Leute gibt die uns nicht leiden können. Wurde nach der Relegation eh viel zu kuschelig mit der ganzen Lobhudelei.

Nach dem Schlusspfiff einer sehr torreichen Begegnung war das Spiel eigentlich schon wieder abgehakt. Juckt einen einfach nicht besonders. Samstag kommt Erzgebirge Aue zum „grauen Ligaalltag“ auf den Betze – und da gehts um was. Bundesgebolze is‘ nächstes Jahr in Brasilien – bis dorthi is Betze!

 

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