Überstunden #10: Eintracht Trier 0:2 SC Freiburg

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Das Wochenende der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde ist für mich als Fußballfan eines, wenn nicht sogar das Highlight des Jahres. 32 Spiele, verteilt über vier Tage, Freitagabend bis Montagabend quasi nonstop Fußball. Auch dieses Jahr habe ich wieder versucht, so viele Spiele wie möglich mitzunehmen. Neben dem Spiel meines FCK am Samstagabend in Wiesbaden ging es am Sonntagnachmittag nach Trier zum Spiel der ansässigen Eintracht gegen den SC Freiburg. 

Ausnahmsweise war dieses mal das Auto das Verkehrsmittel unserer Wahl. Von Kaiserslautern bis zum Parkplatz in Stadionnähe war es eine gute Stunde Fahrt, die auch komplett ohne Staus oder sonstige Zwischenfälle gemeistert werden konnte. Geparkt werden konnte im nahe gelegenen Gewerbegebiet, von dort aus waren es etwa 10-15 Minuten Fußweg zum Stadion.

Das Moselstadion bietet Platz für 10.256 Zuschauer, zum Saisonauftakt in der Regionalliga Südwest gegen Wormatia Worms kamen 1.869 Besucher, beim Spiel gegen den SCF wollten 5.292 Zuschauer die selbsternannte „Heimat der Pokalsensationen“ sehen. Die Fans der Eintracht boten zu Spielbeginn eine Choreografie mit dem Motto „Gemeinsam entfachen wir diese Leidenschaft“, wobei der Trierer Pokalheld Rudi Thömmes im Mittelpunkt stand. Auch ein Bengalo war Teil der Darbietung, ob das erlaubt oder improvisiert wurde, wurde mir nicht überliefert. Die Freiburger Fans hatten keine spezielle Aktion geplant.

Die Breisgauer sind über das komplette Spiel hinweg die etwas bessere Mannschaft, die drei Klassen Unterschied zwischen ihnen und dem Regionalligisten Eintracht Trier sind jedoch nicht zu sehen. Im Gegenteil, der SVE hatte selbst einige Möglichkeiten in Führung zu gehen. Nach einer insgesamt unspektakulären ersten Hälfte ging es in die Kabinen. In der zweiten Halbzeit zeigt sich Freiburg leicht verbessert, braucht jedoch einen Foulelfmeter, um in Führung zu gehen (51.). Schusters Strafstoß und Guedés 0:2 (68.) bescheren dem SCF in einem nicht wirklich überzeugenden Spiel die nächste Runde, wird seiner Favoritenrolle als Bundesligist im Großen und Ganzen jedoch nicht gerecht.

Auf den Rängen haben die Fans des SCF durch das komplette Spiel hinweg durchsupportet, jedoch kann ich 90-minütigem Dauersingen weiterhin nichts abgewöhnen. Bis auf das richtig laute „Nur der SCF!“, das mir auch schon in Mainz in letztem Jahr so gut gefiel, kam leider nur wenig, das richtig knallte. Da waren die lauten Wechselgesänge auf Seiten der Trierer schon herausstechender als der Singsang der Breisgauer. Keine Ahnung, ob das in anderen Kurven so üblich ist, ich bin da wohl die insgesamt doch sehr abwechslungsreiche Lied- und Schlachtrufwahl aus Lautern gewohnt.

Die Rückfahrt verlief wieder reibungslos, damit war die erste Pokalrunde nach zwei Spielen für mich schon wieder vorbei. Mal sehen, was der Cup nächstes Jahr an sehenswerten Spielen in der Nähe beschert. Und welche Stadien ich sonst in diesem Jahr in allen möglichen Ligen sehen werde.


Statistik: Eintracht Trier 0:2 SC Freiburg
DFB-Pokal, 1. Hauptrunde

Eintracht Trier: Reisacher – Thelen, Hollmann, Buchner, Zittlau – Garnier (61. Pozder), Zeric (78. Dündar), Pekovic, Anton – Carlier, Sautner (72. B. Becker)

SC Freiburg: Mielitz – Sorg, Krmas, Kempf, C. Günter – Schuster, Frantz – Klaus (81. Freis), Philipp (74. Kerk), Schmid – Mehmedi (43. Guedé)

Tore: 0:1 Schuster (51., FE), 0:2 Guedé (68.)

Zuschauer: 5.292

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